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2.1 Die Kamera

Meine zweite Digitalkamera - eine NV DS 1 EG von Panasonic. Hauptsache mit DVout auch als IEEE 1394 Schnittstelle bekannt. Firewire und i-link ist das Selbe. An DVin als Leistungsmerkmal habe ich damals keinen Gedanken verschwendet. War auch gut so, hätte nur zusätzlich Geld gekostet.

Seit Anfang März 2005 kann ich jetzt auch bei digitaler Fotografie mitreden. Ich besitze jetzt eine Kodak EasyShare DX7440. 4 Megapixel, 4-fach optischer Zoom und 0,15s Auslöseverzögerung. Dazu ein ausdauernder Litium-Ionen Accu und 1GB SD-Speicher. In der beschriebenen Reihenfolge hatte ich meine Prämissen festgelegt und die Kodak kam dabei raus. Dabei sollte auch der Preis nicht den Spaß am Fotografieren verderben. Trotz der Digicam mit beweglichen Bildern sollte man das gute alte Papierbild tunlichst nicht vernachlässigen. Ich rede da aus Erfahrung.


2.2 Der PC

Marke Eigenbau und frisch aufgerüstet. Als Mindestanforderungen würde ich empfehlen:  Intel- bzw. VIA - Chipsatz, 500 MB RAM und zwei 120 Gbyte Festplatten mit DMA100 und 7200 Umdrehungen pro Minute.

Motherboard    : von Gigabyte mit Intelchipsatz für Ultra DMA 100
Prozessor        : Intel Pentium IV 3,06 GHz und Hypertrating
Speicher          : 512 MB DDR-RAM
Festplatte         : 2 x 120 GB mit 8MB Cach, beide mit 7200 r/min-1 und Ultra DMA 100
Grafikkarte       : nach einer 32 MB GeFroce 2 MX mit TV-Out habe ich jetzt eine mit GeForce 4 Chipsatz und 128 MB --> keine Unterschiede zu erkennen

Board, Prozessor und Speicher alle mit 400 MHz getaktet. Dazu ein DVD-R/-RW Brenner von TEAC, Soundblaster 128  und 20 Zoll Monitor. Die Karte für IEEE 1394 (i-Link, Firewire) kommt mit der Schnittsoftware.

Wichtig ist : die Aktivierung des DMA - Zugriff's in den Eigenschaften der Festplatte. Empfehlenswert auch die Partitionierung der Festplatte und Auslagerung der Windows-Auslagerungsdatei auf die 2. Platte. Beide Platten sollten auf getrennten Controllern stecken. . Die zweite ist ist bei mir unpartitioniert und wird komplett für Videos benutz. So kann man sie durch formatieren löschen und dadurch den neuen Schreibvorgang optimieren. Außerdem sollten beim rendern der Videos alle Hintergrundprogramme deaktiviert werden, einschließlich der Taskleistenuhr.


2.3 Die Schnittsoftware

Noch vor ein paar Jahren war Schnittsoftware für rein digitale Videobearbeitung unerschwinglich. Also sammelte ich die Bänder und wartete auf billigere preisgünstigere Zeiten. Da ich mir im Februar 2001 einen neuen Rechner leisten konnte, der in der Lage ist, die für rein digitale Videobearbeitung geforderten Bedingungen zu erfüllen schlug ich zu. Der Rechner hatte allerdings meine für's Hobby abgezweigten Haushaltsmittel beträchtlich schrumpfen lassen. Ich konnte mir keinen Fehler bei der Anschaffung der Videoschnitthard- und -software leisten. Ausprobieren und zurückbringen und dabei noch draufzahlen war nicht drin.

Also erst mal ab ins Internet und die bekannten Firmen abklappern. Miro hat früher mal so etwas gemacht aber inzwischen an Pinnacle abgegeben. Auch nicht mehr ganz neu ist Terratec mit sehr guter Hard- und Software ab ca. 130 Euro. Des weiteren kann man mal bei Data Video , Electronic-Design, Aist, Unibrain, Digital Origin, Como oder Exsys reinschauen.  Wer etwas mehr Geld anlegen kann ist mit Fast bzw. heute Fast-Dazzle gut beraten. Zur Zeit ist Adobe wieder gut mit Adobe Premiere Elements mit der Version 2  im Rennen. Für den Normalnutzer war Abobe Software bisher fast unerschwinglich. Die Abgespeckte Version von Premiere konnte ich inzwischen testen und bin geneigt bei Pinnacle 9 zu bleiben obwohl es da auch schon ein ein Version 10 gibt. Es wir einfach alles ein bisschen viel. Ich bin Adobe - Programme gewöhnt und arbeite fast täglich damit, aber Premiere Elements 2 knallt den Bildschirm dermaßen voll, dass man kaum noch was erkennt. Außerdem ist Adobe ein wahrer Speicherfresser. Selbst mit meinen 500 MB war er nicht zu frieden.

Anfangs habe ich es mit dem DV Studio von Pinnacle versucht und bin voll zufrieden. Das Packet umfasste eine Firewirekarte und die dazugehörige Software "Studio Version 8".  Der Preis lag mit ca. 250,00 DM voll im Rahmen und die Leistung ist klasse. Ich habe die Variante für analoge Kameras inzwischen für einen Kollegen erworben und installiert. Geht genau so gut, heißt STUDIO DC10PLUS und nutzt die selbe Software. Nur die PCI - Karte hat anstelle zweier Firewire Anschlüsse vier Chinch - Buchsen und einen S-VHS Anschluss. Diese Analogvariante kostet mit ca.240 € auch fast das doppelte der Digitalvariante.

Seit längerer Zeit ist "Studio 9" auf dem Markt, inzwischen auch mit dem dritten oder vierten größeren Update von satten 60MB (was haben die da alles korrigieren müssen?) in der Version 9.4.3. Ich habe sie schon kurz getestet und bin zu frieden. Allerdings habe ich langsam keine Lust mehr regelmäßig derart riesige Updates laden zu müssen um einigermaßen stabil zu arbeiten. Viel neues gibt es nicht und das, was neu ist macht die Benutzung auch nicht einfacher. Da ich auch nicht der Poweruser bin, der alles nutzt was da ist, sind mir bisher auch noch keine Programmfehler aufgefallen. Wer nicht unbedingt immer das neuste haben muss oder ungeduldig darauf brennt neue Spielereien mit seinen guten Videos zu versuchen kann beruhigt bei Version 8 bleiben. Wie schon bei Version 8 und allen vorherigen gilt, was immer ich irgendwie ( und "irgendwie" geht ganz einfach ) mit "Studio Version 9" in den Film hineinbastle, ich kann es mir sofort danach ansehen oder zurücknehmen oder ändern. Das geht solange ich die original AVI - Dateien auf dem Rechner habe. Gleich beim ersten Mal habe ich mir 30 Minuten Video mit ca. 8 Gigabyte in zwei Dateien reingezogen und in verschiedenen Versionen bearbeitet. Man kann für die geschnittene Version Clips aus allen AVI zusammenstellen, die auf dem Rechner liegen. Da die Software nur eine Art Index (Regieanweisungen) abspeichert, wird nur wenig zusätzlicher Speicherplatz benötigt.
Ich habe manchmal bis zu vier Versionen meines Werkes zum Begutachten für alle Betroffenen als MPEG-Datei auf CD gebannt (20 min mpeg - Datei ca. 400 MB). Wenn alles fertig ist, wird das Video dann auf meine digitale Kamera zurückgespielt - ohne jegliche sichtbaren Qualitätsverluste. Für die Verwandtschaft habe ich von der Kamera eine Kopie auf einen analogen VHS-Recorder überspielt. Für mich wird das fertige Video auf DVD gebrannt.
Es gibt auch ein Zusatzprodukt namens Hollywood FX Plus. Preis für die teuerste Ausführung ca. 100 €. Auch ohne Hollywood FX Plus 5 oder höher enthält das "Studio Version 9" Programm schon ein paar Nettigkeiten wie Zeitlupe, Zeitraffer, Farbveränderung bis zum schwarz - weiß Film sowie Relief- und Mosaikeffekt die den selbst gedrehten Film vorzeigbar machen. Auch das einspielen von Musiktiteln von CD ist kein Problem. Digitale Standbilder werden hervorragend von Camcorder oder Film abgenommen und unter verschiedenen Formaten abgespeichert. Mit Hollywood FX kommen noch einmal zahlreiche Szenenübergänge hinzu. Die peppen die geschnittenen Videos recht massiv auf, wenn man es verspielt liebt. Ich komme mit drei verschiedenen Szenenübergängen pro Film ganz gut aus und die sind im Standartprogramm dabei  Einige Szenenübergänge im Hollywood FX Packet werden allerdings nur zum anfüttern vorgeführt. Man muss sie erst noch aus dem Netz laden - jedoch nicht ohne zuvor die Kreditkarte gezückt zu haben. Es gibt auch ein Programm um Übergänge selbst zu gestalten. Ich habe es wieder gelöscht. Das Einzigste was mir nicht so gefällt ist, dass man maximal 700 MB CD-Rohlinge beschreiben kann. Gerade bei Videos bieten sich doch übergroße CD's an. Das dürfte aber bei den derzeitigen Preisen für DVD-Brenner kaum noch eine Rolle spielen.

Doch noch mal zurück zu Pinnacles "Studio Version 9". Pinnacle baut stark auf DirektX. Wer also keinen Spielecomputer für seine Videoarbeiten benutzt sollte zusätzlich immer die neuste DirektX - Version installieren.

Seit Januar 2003 besitze ich auch eine Heimkinoanlage mit der ich meine aus CD oder DVD gebrannten Videos ansehen kann. Ich habe mich für eine  "TH-A30R" von JVC entschieden. Sie gibt die Filme in hervorragender Qualität wieder, inklusive der Möglichkeit in Kapitel unterteilte Filme mit Hilfe eines Menüs auch Kapitelweise auszuwählen. Bei maximaler Quallität bekomme ich eine Stunde Video auf eine DVD. Meine Heimkinoanlage hat zu dem den Vorteil MP3, DVD's, gekaufte und selbst gebrannte Musik-CD's  wiederzugeben. Außerdem ist sie Dolby Digital 5.1 fähig und hat ein integriertes Radio. Die 6 Boxen waren gleich mit dabei. Ich bin fast am Ziel meiner Hobbyfilmerträume. Was will man mehr. Heimkinoanlagen dieser Art gibt es jetzt wie Sand am Meer. Man muss einfach nur aufpassen, dass sie die richtigen Formate unterstützen. Ich hatte ein paar Muster selbst gebrannter CD's und DVD's mit Video und MP3 zum Testen mit in den Laden genommen und einfach ausprobiert, wo's am besten läuft.
Beim aufbereiten des letzten Film habe ich auch einige Internetläden entdeckt, die überlange (870MB) CD-Rohlinge vertreiben. Ich möchte dazu auch diesen Artikel empfehlen. Für Neronutzer auch noch diesen.
DVD und CD-Rohlinge bekommt man unter anderem bei  www.cdr-rohlinge-shop.de, http://www.disk4you.net, http://www.cdrohlinge24.de oder http://www.datentraeger-shop.de.

Im Gegensatz zu Ulead - Mediastudio 5.2 und Adobe Premiere 6.5 (nicht Elements),  die ich inzwischen auch testen durfte, ist Pinnacle für Nichtprofis wie mich absolute Spitze. Einfach, selbsterklärend und handhabbar. Mit akzeptablen Ergebnissen und vernünftigem Preis, so wie gute Software sein soll.

Bevor ich die Kamera als digitalen Recorder nutzen konnte, musste ich sie allerdings für DVin  freischalten. Bei neueren Camcordern ist dies oft nicht mehr nötig. Die softwaremäßige Blockierung der Kamera als Videorecorder hat oder hatte zollrechtliche Gründe. Das Freischalten wirkt sich daher im schlimmsten Fall auf die Garantie aus. Auf jeden Fall war es Anfangs nicht so einfach wenn's nichts kosten soll. Nach ein paar Stunden Sucherei im Internet hatte ich lediglich herausgefunden, dass man für rund 60 € schon an ein Kabel und die notwendige Software z.B. PanaDVin 2.xx  herankommen kann. Da ich mir vor geraumer Zeit das Programm "Panasonic DVStudio"  mit Still Picture-Kabel  zum Auslesen und Umwandeln der Standbilder gekauft hatte, (mit dem ich alle Fotos meiner Webseiten bebildere) hoffte ich um die Ausgabe herumzukommen indem ich mir nur irgendwo das Programm herunterlade. Zur Not hätte ich mir auch selbst ein Kabel aus ein paar alten Kopfhörern und dem Stecker einer defekten Maus zusammengelötet. Tatsächlich fand ich auf einer tschechischen Seite (inzwischen etwas veraltet)  was mir weiterhalf. Die deutsche Seite dazu ist die von Löhni, die ist jetzt richtig gut. Das Programm heißt PanaTest und ist schnell herunter geladen. Die Beschreibung ist ziemlich ausführlich. Die wichtigsten Informationen kann man  aber selbst mit geringen Kenntnissen herauslesen. Ich konnte in der Tabelle schnell meine Kamera identifizieren und als das Programm dann auch alles wie in der Beschreibung geschildert anzeigte war die Aufnahmesperre ( DVin ) schnell ein Problem der Vergangenheit.

  

PanaTest starten, Anschluss kontrollieren, Code mit Read auslesen, in der Tabelle der jeweiligen Kamera (bei Löhni suchen ) nachsehen und Code vergleichen, den unter "Code dis" gefundenen Wert im leeren Feld eintragen, Write betätigen - fertig.

Die DVin - Freischaltung lässt sich auch genau so gut wieder rückgängig machen.

2.4 Fotos bearbeiten, archivieren und online entwickeln lassen

-  Adobe Photoshop Elements 3 zum archivieren und nachbearbeiten

  •  Tonwertkorrektur um ein verblasstes schwarz wieder schwarz zu machen und vergrautes weis wieder zu weis

  •  Farbstich entfernen wie vom fotografieren unter Kunstlicht oder bei alten Fotos

  •  Kopierstempel um Kratzer, Staub oder sonst unerwünschte Bildteile durch eigenes Bildmaterial ersetzen

  •  rote Augen "entfernen"

werde ich in den nächsten Tagen beschreiben

Windows XP - Plugin zum Onlineversand zu www.mueller.de


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Sonntag, 22. Januar 2006