1. Allgemeine Vogelseite Nachdem ich schon einige Jahre lang Prachtfinken in einem geräumigen Vogelzimmer unserer ehemaligen Wohnung mit Erfolg gezüchtet hatte, musste ich mich nach dem Umzug ins eigene Haus etwas umstellen. Im Wohnhaus hatte ich keinen Platz mehr für eine angemessene Unterbringung meiner Vögel. Dafür konnte ich mir auf meinem eigenen Grund und Boden jetzt eine Garten- oder Freiflugvoliere bauen, die mir die Möglichkeit gab, eine bunt gemischte Vogelschar zu halten. Über die Herkunft, Lebensweise bevorzugte Ernährung sowie einige wissenswerte Besonderheiten meiner Vögel möchte ich mich hier auslassen . Wer verträgt sich mit wem? Wer bevorzugt welchen Lebensraum? Einige Mühe machte es mir auch, die richtigen Pflanzen für eine zweckmäßige und ungefährliche Ausgestaltung in Bezug auf die Bepflanzung innerhalb und außerhalb der Voliere zu finden. Außerdem habe ich einige Erfahrung bei der Beschaffung von Vogelfutter und für eine gesunde Ernährung der Tiere sammeln können, die meinen Vögeln bisher sehr gut bekommen sind. Es muss wohl überlegt werden, welche exotischen Sperlings- bzw. Finkenvögel für eine Haltung in der Gartenvoliere geeignet sind. Bei meiner Auswahl mussten verschiedene Kompromisse gemacht werden. Zum Einen müssen meine Vögel friedfertig sein um sich mit den anderen Arten zu vertragen, die Futter und Volierenansprüche müssen erfüllbar sein und es sollte möglich sein, die Nachzuchten vernünftig veräußern zu können. Kanarienvögel sind recht friedfertig. Es gibt sie in den schönsten Farben und Formen, sie sind auch recht anspruchslos und winterhart. Bloß verkaufen kann man sie kaum. Als exotische Sperlingsvögel für die Gartenvoliere kommen allgemein in Frage; Kanarienvögel (keine Kanarengirlitze), verschiedene Gimpel, Nordamerikanische Standvögel wie der Rote Kardinal und auch Cardueliden aus Nordchina und dem Himalajagebiet. Vor den Volierenbau und der Anschaffung der Vögel gibt es ein paar Fragen zu beantworten :
Die Fragen waren und sind zum Teil
immer noch schwierig zu beantworten. Den Fragen 1 bis 4 habe separate Seiten
gewidmet.
Zu den ersten vier Punkten kann man auch beim Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz e.V. (BNA) und dem Bundesamt für Naturschutz (BFN) nachlesen. Bei drei und vier helfen auch die Untere Jagd- bzw. Naturschutzbehörde der Landkreise weiter. Zum fünften Punkt gibt es Informationen beim örtlichen Bauamt. Wer Vögel halten möchten, die der Kennzeichnungspflicht nach Bundesartenschutzverordnung unterliegen, benötigt ebenfalls eine Genehmigung. Überschneidungen und Mehrfachgenehmigungen sind durchaus möglich. Da
ich nun meine ersten Nachzuchten erfolgreich großgezogen habe, ist ein neues
Problem aufgetaucht. Wie finde ich ein gutes neues Zuhause für meine Zöglinge.
Das Vogelnetzwerk besitzt dazu eine
Seite mit Kleinanzeigen. Ansonsten bleiben nur noch Zoohandlungen oder Inserate
in der Zeitung. Wer AZ-Mitglied ist oder die
"Gefiederte Welt"
abonniert hat, kann seine Nachzuchten kostenlos in diesen Fachzeitungen anbieten. Um die Vögel dann zum Empfänger zu bringen gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten. Einen privaten Transport zu organisieren ist dabei aus Sicht der Vögel die Beste. Doch es gibt in Deutschland auch mindestens zwei Transport- und Logistikunternehmen, die derartige Transporte durchführen können bzw. dürfen. Da die Auflagen für solche Transporte sehr vielfältig sind, wird der Transport teuer. Man muss mit ca. 35 € für den Transport inklusive der notwendigen Transportbox rechnen. Die Transportbox kann der Empfänger zwar wieder verwenden, aber er muss sie erst mal mitbezahlen. Dazu muss sichergestellt sein, dass der Empfänger am Tag nach dem Versand ganztägig angetroffen werden kann. Wer einen Versand seiner Nachzuchten plant kann sich bei der Firma GEL Express Logistik weitere Informationen über Abholtermine und weitere Notwendigkeiten einholen. Thomas Wendt hat seine Erfahrungen in einem Bericht im Vogelnetzwerk veröffentlicht. Empfehlenswerte Literatur:
Um an bereits vergriffene Bücher zu gelangen bitten sie einfach in ihrer Bibliothek eine Fernausleihe einzuleiten. Wenn man ein paar Wochen Zeit hat, ist dadurch fast jedes Buch zu bekommen. Bei Vogelfachbüchern hilft auch manchmal eine Annonce in der AZ. Was mir sonst noch weitergeholfen hat: , ist das Vogelnetzwerk mit vielen interessanten Links und einem sehr guten Forum, die "Vereinigung für Artenschutz Vogelhaltung und Vogelzucht (AZ) e.V.", mit den monatlich erscheinenden "AZ - Nachrichten" oder auch die recht gute Monatszeitschrift der vor über 50 Jahren in der damaligen DDR gegründete "Vereinigung Ziergeflügel- und Exotenzüchter e.V." (VZE), und nicht zuletzt die Zeitschrift "Gefiederte Welt" aus dem Eugen Ulmer-Verlag. Innerhalb der AZ gibt es auch verschiedene Arbeitsgemeinschaften die sich speziell mit bestimmten Vogelarten beschäftigen. Dazu haben einige Ortsgruppen wie Ortsgruppe 130 Wanne-Eickel / Herne oder Privatpersonen wie Andrea Haselsteiner noch interessante Webseiten. Wer etwas über die Vögel wissen möchte die er von seinem Balkon aus beobachtet oder die ihm die Kinder vom Waldspaziergang mit nach Hause bringen bekommt fachkundige Tipps bei der Wildvogelhilfe Ergänzen möchte ich noch mit den Adressen der drei Vogelhändlern, bei denen ich bisher schon gekauft habe und die ich empfehlen kann. Zum ersten Vogelzucht Partzsch in Lauta bei Marienberg/Erzgeb. und Vogelhandlung Decker in Köln-Nippes und nicht zu vergessen die Größte die ich kenne, die Vogel- und Tiergroßhandlung Rita Bürgel in Uthleben, in der Näher der B4, ca. 10 km südlich von Nordhausen Telefon 036333 / 70327. |
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Sonntag, 22. Januar 2006 |